Wann ein Audit sich selbst widerspricht
Ein Audit besteht aus mehreren Prüfungen, die dieselbe Website von verschiedenen Seiten ansehen. Manchmal behauptet eine davon etwas, das eine andere im selben Lauf schon widerlegt hat. Dann fällt der Befund, bevor du ihn siehst.
Woher ein Widerspruch kommt
Eine Prüfung sieht sich die Seite an und erkennt kein Impressum. Eine zweite sucht gezielt nach den Pflichtseiten und hat das Impressum gefunden. Beide Sätze können nicht zugleich stimmen. Ohne Abgleich stünde der erste trotzdem im Bericht, und du würdest Zeit damit verbringen, etwas zu reparieren, das nicht kaputt ist.
Deshalb hält ein Audit jeden Befund, der ein Fehlen behauptet, gegen das, was derselbe Lauf sonst weiß. Die Regeln dafür kennen keinen Shop und keine Branche, nur Datenquellen.
So sieht ein aussortierter Befund aus
Impressum nicht eindeutig erkannt
Die Pflichtseiten-Prüfung hat Impressum gefunden.
Verworfen. Der Satz der Gegenquelle bleibt als Grund gespeichert.
Sichere und indirekte Gegenquellen
Nicht jede Gegenquelle wiegt gleich. Eine sichere entfernt den Befund: Die Pflichtseiten-Prüfung hat die Seite sicher gefunden, oder der Crawl hat die Startseite per HTTPS geladen, während ein Befund behauptet, die Website nutze kein HTTPS oder sei nicht erreichbar.
Eine indirekte Gegenquelle wertet nur ab. Das ist der Fall, wenn die Bildprüfung eine verwandte Aussage widerlegt hat, oder wenn die Beschreibung des Befunds selbst sagt, dass das Element knapp außerhalb des geprüften Ausschnitts steht. Der Befund bleibt dann sichtbar, aber nicht mehr als belegtes Fehlen. Steht das Element nur tiefer auf der Seite, wird aus „fehlt“ eine Frage der Platzierung.
Was das für die Belegstufe heißt
In der Befundliste des Berichts steht bei den Befunden eine von zwei Belegstufen: „Belegt“ oder „Wahrscheinlich“. Ein Befund, dem eine indirekte Quelle widerspricht und der keine bloße Platzierungsfrage ist, erreicht keine der beiden. Er steht unter „Nicht belegt“; den Widerspruch selbst weist der Bericht dort nicht eigens aus.
Vorn im Bericht stehen höchstens fünf Hebel, gut belegte zuerst. Die Zahl ist eine Obergrenze, keine Sollzahl. Ein Befund, dem eine sichere Quelle widerspricht, wird nie ein Hebel. Findet ein Audit weniger, die halten, stehen dort weniger.
Was der Abgleich nicht kann
Er vergleicht nur, was derselbe Lauf gesehen hat. Fehlt eine Gegenquelle, bleibt ein falscher Befund stehen. Und wo alle Prüfungen denselben Fehler machen, gibt es nichts, das widerspricht. Der Abgleich macht einen Bericht nicht fehlerfrei, er nimmt die Fehler heraus, die sich am eigenen Lauf zeigen lassen.
Was ein Audit insgesamt prüft und was er grundsätzlich nicht sieht, steht im Artikel zur Methode der CRO Suite. Wie du einen Befund danach selbst prüfst, erklären die Glossareinträge zum A/B-Test und zur Hypothese. Wo andere Werkzeuge besser passen, zeigen die Vergleiche.
Selbst ansehen
Was die CRO Suite sonst prüft, steht auf der Produktseite. Die erste Prüfung einer Seite ist kostenlos.